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Klassische Homöopathie

Klassische Homöopathie

Der Grundgedanke der Klassischen Homöopathie wurde schon vor 2.500 Jahren durch Hippokrates erwähnt. Zur praktisch angewendeten Heilmethode wurde die Homöopathie vor über 200 Jahren durch den deutschen Arzt und Chemiker Dr. Christian Friedrich Samuel Hahnemann.

1 Unterscheidung Klassische Homöopathie – Allopathie

Die Allopathie, die meist in der Schulmedizin eingesetzt wird, versucht, Gegensätzliches mit Gegensätzlichem zu heilen wie z.B. Bluthochdruck mit blutdrucksenkenden Medikamenten, Schmerz mit Betäubungsmitteln, Entzündungen mit Entzündungshemmern usw. Die Erfahrung zeigt dabei vor allem bei chronischen Erkrankungen, daß die Wirksamkeit meist nicht anhält, die Dosis immer weiter erhöht werden muß, der Patient jedoch nicht gesünder wird. B: Rheuma, Neurodermitis, Asthma, Depressionen etc. Im Gegenteil kann es sogar zu Nebenwirkungen mit Schädigungen der Nieren, der Leber und anderer Organe, des Erbgutes oder auch zu Medikamentenabhängigkeit kommen.

In der Klassischen Homöopathie jedoch gilt das Prinzip der Ähnlichkeit des Arzneimittels. D.h., bei einer Erkrankung wird eine Substanz in potenzierter Form gegeben, die in unpotenzierter Form ähnliche Symptome wie die des Patienten hervorrufen würde. So wird in der Homöopathie beispielsweise bei Schwächezuständen ein Mittel verordnet, das in seiner Urform eine ähnlich geartete Schwäche hervorrufen würde. Mit dem potenzierten Arzneimittel wird die Schwäche im Sinne einer entgegengesetzten Energie aufgehoben.

Ein Beispiel:

Belladonna-Früchte sind große glänzende schwarze Beeren. Schon eine solche gegessene Beere kann zu dramatischen plötzlichen Vergiftungserscheinungen führen: zu hohem Fieber, starken Kopfschmerzen, Herzjagen, trockener heißer Haut, erweiterten Pupillen, Blutandrang im Kopf mit Hautrötung etc. Durch die homöopathische Aufbereitung (Potenzierung) dieses Giftes wird daraus ein ebenso hochwirksames wie ungefährliches Heilmittel, das bei plötzlichem hohen Fieber mit rotem Gesicht, trockener und brennender Haut und pochenden Kopfschmerzen zum schnellen Abklingen dieser Symptome und zur Heilung führen kann.

2 Das „richtige“ Mittel in der Klassischen Homöopathie

Um aus der Vielzahl von mehreren tausend Arzneimitteln, die in der Homöopathie zur Verfügung stehen, das für den Patienten individuell genau richtige zu finden, ist eine ganz intensive Befragung nötig. Es gilt, möglichst die gesamte Persönlichkeit in ihren Besonderheiten zu erkennen. Zusammen mit den körperlichen Symptomen kann dann, oft in detektivischer Kleinarbeit, das richtige homöopathische Mittel gefunden werden. In der richigen Stärke und Häufigkeit gegeben, führt es zu geregelten und oft drastisch verkürzten Heilungsverläufen.

3 Grundlagen und Begriffe in der Klassischen Homöopathie

3.1 Urtinktur und Potenzierung

Viele der Substanzen, die Hahnemann als Arzneimittel verwenden wollte, waren als Ausgangsstoff (=Urtinktur) giftig und zum Teil selbst in kleinen Dosen gefährlich. Also begann er, die Substanzen stufenweise zu verdünnen, wobei er peinlich darauf achtete, zur wissenschaftlichen Auswertbarkeit immer das gleiche Verfahren anzuwenden und Verunreinigungen fernzuhalten. Zu seiner eigenen und unserer aller Verwunderung wurden die Arzneimittel mit immer größerer Verdünnung bzw. immer zahlreicheren Verdünnungsschritten nicht schwächer, sondern im Gegenteil wirksamer und frei von unerwünschten Nebenwirkungen.

Durch diesen Umstand nannte Hahnemann diese Verdünnungsmethode Potenzierung.

Eine C-Potenz wird in der Klassischen Homöopathie folgendermaßen hergestellt:

Ein Tropfen der Urtinktur wird in 99 Tropfen Alkohol gegeben und verschüttelt = Potenz C1. Von dieser wird wiederum 1 Tropfen in 99 Tropfen Alkohol gegeben und verschüttelt = Potenz C2. Ein Tropfen der C2 in 99 Tropfen Alkohol verschüttelt = Potenz C3 usw. Bei der gängigen C30 oder C200 wird dieser Verschüttelungsvorgang also 30 bzw. 200 mal durchgeführt.

Neben den C-Potenzen (Verdünnung pro Stufe 1:99) gibt es noch – vor allem in Deutschland – die D-Potenzen (1:9) und die LM- oder Q-Potenzen (1:50.000).

Je nach Zielsetzung und Einsatzbereich wählt der Homöopath die passende Potenz aus.

3.2 Das Wirkprinzip der Klassischen Homöopathie

Obwohl beispielsweise in einer C 30 Belladonna kein Molekül des ursprünglichen Belladonnaextraktes mehr enthalten ist, ist die tatsächliche Wirkung dieser Potenz wissenschaftlich nachweisbar. Es muß also eine Wirkung über die Information des Arzneimittels vorliegen. Um das genauer zu erklären, müsste man in die Tiefen der Quantenphysik einsteigen, was ich Ihnen und mir ersparen möchte.

Jedenfalls ist die tatsächlich heilende Wirkung über die Aktivierung der Selbstheilungskräfte nicht nur an unübersehbar vielen Menschen, sondern auch an Tieren und Pflanzen (denen man keinen Plazebo-Effekt unterstellen kann) bewiesen.

Keiner der teilweise lautstarken Kritiker aus der Schulmedizin oder anderen Bereichen hat diese Therapie von Grund auf fachmännisch erlernt und über Jahre angewandt, sonst wüsste er, welche hervorragenden Erfolge mit der Klassischen Homöopathie erzielt werden können.

3.3 Die homöopathische Arzneimittelprüfung

Um festzustellen, welche Symptome eine Arznei erzeugen und damit auch heilen kann, wird sie am gesunden Menschen geprüft. Dazu wird das Mittel einer Anzahl gesunder Prüfer, Frauen und Männern, in bestimmten Abständen verabreicht. Über alle Veränderungen, Träume und Auffälligkeiten wird in dieser Zeit genau Buch geführt. Alle auftauchenden Symptome werden gesammelt, sortiert in Gemüts- und körperliche Symptome und daraus wird eine Arzneimittelbeschreibung abgeleitet. Für Sulfur wurden z.B. auf diese Weise bereits bis zum Jahr 1900 über 4000 Prüfungssymptome bekannt.

3.4 Darreichungsformen in der Klassischen Homöopathie

Homöopathische Arzneimittel sind in verschiedenen Formen erhältlich:

3.5 Das Konstitutionsmittel in der Klassischen Homöopathie

Das Arzneimittel, mit dem das Symptomenbild, die Eigenheiten und Anlagen eines Menschen körperlich, seelisch und geistig am meisten übereinstimmen, nennt man Konstitutionsmittel.

Darüberhinaus kann ein Mensch im Falle einer akuten Krankheit oder eines anderen Ereignisses oder auch aufgrund seiner erblichen Veranlagung auch andere homöopathische Mittel benötigen.

3.6 Sonstiges

Die Klassische Homöopathie kann meist sehr gut mit anderen Therapieformen kombiniert werden.